Martha S.
Die Geschichte hinter dem Buch
Ein Buch zu schreiben, stand für mich eigentlich nie zur Diskussion.
Ich lese seit meiner Kindheit sehr gerne und bewundere Menschen nach wie vor, die eine besondere Gabe zum Schreiben besitzen.
Nichts ist schöner, als vom Inhalt eines Buches gefesselt zu sein.
Ein spannendes Buch zu schreiben ist wahrlich eine ganz besondere Kunst, die nicht jeder beherrscht.
Als kleines Mädchen träumte ich davon, genauso fesselnde Romane wie meine Lieblingsautoren schreiben zu können. Ich war dutzende Male in die Romanhelden verliebt und malte mir beim Lesen lebhaft aus, wie sie wohl aussehen würden. Das Schöne am Lesen ist doch, dass man seine eigene Fantasie ausleben kann.
Ich glaube behaupten zu können, dass Lesen süchtig macht.
Das trifft auf jeden Fall für unsere Familie zu, denn wir lesen gern und viel. Kein Buchladen ist vor uns sicher und auch im Internet stöbern wir oft nach passender Lektüre.
Natürlich hat jeder von uns seinen ganz individuellen Geschmack.
Der eine mag Krimis, der andere liebt historischen Romane oder verschlingt Abenteuerromane.
Ich hingegen lese eigentlich fast alles, was ich in die Finger bekomme, Hauptsache das Buch fesselt mich.
Ich sagte fast alles, denn utopische Bücher sind nicht wirklich mein Fall und mit etlichen Fantasyromanen habe ich auch so meine Probleme.
Aber soll ich Ihnen noch etwas verraten?
Gelegentlich nehme ich mir sogar einen schönen Liebesroman zur Hand. Auch auf die Gefahr hin, dafür belächelt zu werden.
Glauben Sie mir, auch diese Lektüre ist in bestimmten Lebenssituationen Balsam für die Seele.
Das klingt vielleicht komisch, ist aber so.
Wie kam es also dazu, dass ich eines Tages ein Buch schrieb?
Die Geschichte ist schnell erzählt.
Wer mich kennt der weiß, dass ich viel Freude daran habe, Familienfeste zu organisieren. Ich schreibe Gedichte, verfasse Reime oder studiere kleine Sketche ein. Oft fragen mich Bekannte und Freunde, ob ich nicht für bestimmte Anlässe etwas Schönes vorbereiten könnte.
Die Goldene Hochzeit meiner Schwiegereltern zu organisieren, war für mich eine echte Herausvorderung.
Denn für dieses wunderbare Fest wollte ich mir etwas ganz besonderes ausdenken. Meine Schwiegereltern sollten etwas geschenkt bekommen, was man nicht kaufen konnte.
Nach vielen schlaflosen Nächten hatte ich dann die Idee, eine ganz persönliche Geschichte nur für sie zu schreiben.
Zahlreiche Personen sollten Charakterzüge von Famlienmitgliedern tragen. Ich hoffte, dass sich jeder mit etwas Fantasie in meiner Geschichte wiederfinden würde.
Mit großem Eifer machte ich mich also an die Arbeit und trug viele kleine unvergessliche Begebenheiten, die meine Familie im Laufe der Jahre erlebt hatte, zusammen und wertete diese aus. Das war sehr mühsam, zumal ich sehr diskret vorgehen musste. Schließlich wollte ich doch nichts von meinem Vorhaben verraten.
Dann endlich war es soweit und ich hielt mein kleines Wunderwerk in den Händen. Das war ein unglaublich schönes Gefühl und für Außenstehende sicherlich nur schwer nachvollziehbar.
Dieses Buch nannte ich also Martha S., nach den Vornamen meiner beiden bereits verstorbenen Großmütter.
Das Buch war schlechthin der Renner auf unserer Familienfeier und eine sehr schöne bleibende Erinnerung für die Jubilare und alle Gäste.
Das Schreiben hatte mir sehr viel Freunde bereitet. Endlich hatte ich ein neues Hobby gefunden. Ich konnte so meine lebhaften Fantasien ausleben und war am Ende richtig stolz auf die erbrachte Leistung.
Kurz darauf bekam ich dann den interessanten Zeitungsartikel einer Illustrierten in die Hände und nahm an einem Schreibwettbewerb teil.
Aber das ist schon die nächste Geschichte.
Wenn Sie mögen, finden Sie alles Weitere unter der Rubrik Rückblick.
